Istina


Sava und sein Sohn Ivan sind vor Jahren aus Serbien nach Deutschland emigriert. Sava spricht am Anfang kein Deutsch, und da er aus Serbien kommt, wird ihm seinen Beruf als Polizist nicht anerkannt. Er ist gezwungen, als Putzkraft zu arbeiten. Um für sich und seinen Sohn ein finanziell sorgloses Leben zu sichern, muss er zwei Jobs nachgehen. Sava ist auf seine Jobs nicht stolz und kommt damit nicht klar, dass er Arbeit errichtet, die weit unter seiner Qualifizierung liegt. Aus diesem Grund beschließt er, Ivan vorzutäuschen, er sei immer noch ein Polizist. Sava ist ein liebender, fürsorglicher Vater. Er bemüht sich, seinem Sohn immer ein gutes Vorbild zu sein und ihm ein glückliches Leben zu ermöglichen. Und da es ihm wichtig ist, die Vorbildfunktion bei seinem Sohn zu erfüllen, spielt er die Polizistenrolle. Er zieht morgens seine Polizeiuniform an, macht seinem Sohn Frühstück und schickt ihn zur Schule. Dann geht er selbst auf die Arbeit und wechselt in einer Straßentoilette die Polizeiuniform gegen seine Putzuniform. Tagsüber arbeitet er als Straßenfeger, abends als Gebäudereinigung. Wenn er mit der einen Arbeit fertig ist, geht er abends nach Hause, macht Ivan das Abendessen und geht zu seiner zweiten Arbeit. Eine Nacht ist Sava so müde, dass er vergisst, seine Putzuniform zu wechseln. Als er nach Hause kommt, wird er von Ivan überrascht. Ivan wird misstrauisch und beschließt, seinen Vater zu verfolgen, um herauszufinden, was er genau macht. So sieht er, dass Sava kein Polizist ist, sondern eine Putzkraft. Ivan ist anfangs enttäuscht und verletzt. Dann aber wird ihm klar, dass sein Vater dies alles für ihn tut. Ivan liebt seinen Vater und bewundert ihn für sein Durchhaltevermögen. Ivan ist auf seinen Vater stolz, obwohl dieser kein Polizist mehr ist.


Darsteller

Sava                 Neven Pilipovic
Ivan                  Lennert Florczak
Kollege              Peter Wutz
Frauenstimme    Anna Fajdic


Drehbuch         Matthias John/Lili Krasteva
Regie                Lili Krasteva
Kamera             Matthias John

16mm schwarz/weiß, 1:1,66, 13 min., Stereo

© 2010 Matthias John & Lili Krasteva