Yönel (Debütlangspielfilm)

Yönel, ein 16-jähriges Mädchen aus Berlin, wird von ihren Eltern in die Türkei zwangsverheiratet. Nach fünf Jahren unglücklichem Leben in einem kleinen Dorf am Schwarzen Meer beschließt sie, mit ihrer Tochter Ergül zu fliehen und nach Deutschland zurückzukehren. Da sie von ihrer Familie vergestoßen wird, ist sie auf fremde Hilfe angewiesen. Zurück in Berlin, leben Yönel und Ergül in einem Frauenhaus. Yönel holt ihr Abi nach und beginnt ein Studium der Elektrotechnik. Im Frauenhaus wird sie von den anderen Mitbewohnerinnen unterstützt, sodass sie ein neues und selbstbestimmtes Leben für sich und ihre Tochter aufbauen kann.

Yönel lernt Daryaa kennen, mit der sie in einem Café zusammenarbeitet. Beide Frauen freunden sich an. Daryaa ist lesbisch und verliebt sich in Yönel. Als sie sich traut, ihre Gefühle zu offenbaren, gerät die Freundschaft der beiden ins Wanken. Bei Yönel bricht ein Gefühlschaos aus, mit dem sie erst mal zurechtkommen muss. Sie merkt, dass sie für Daryaa auch mehr empfindet als nur Freundschaft. Beide Frauen werden ein Paar.

Yönel vermisst ihren kleinen Bruder und kehrt immer wieder an Orte zurück, wo ihre Familie lebt. Dabei wird sie einmal von ihrer Mutter überrascht. Diese verlangt, dass Yönel zu ihrem Ehemann zurückgeht, um die Familienehre nicht zu beschmutzen. Yönel widersetzt sich und flieht. Per Zufall wird sie von ihren Brüdern entdeckt. Sie wollen erst nur mit ihr reden. Als sie erfahren, dass Yönel eine Beziehung mit einer Frau führt, beschließen sie, sie zu bestrafen. Die Strafe steht für die Familie fest und die Wahl fällt auf Yönels jüngeren Bruder. Eines Morgens erschießt er seine Schwester auf offener Straße.

Ein Film über Familienrepressionen, Diskriminierung und Gewalt gegen Frauen und über den ständigen Kampf um ein selbstbestimmtes und gewaltfreies Leben.